Carabinieri kontrollieren Motorradfahrer

Aktion sichere Bergstraßen und Pässe

Carabinieri-Beamte des Provinzkommandos von Bozen haben in den vergangenen zwei Wochen Patrouillen-Dienste mittels Motorradstreifen vorgenommen, um eine bessere Sicherheit auf den Bergstraßen und Pässen garantieren zu können, dies gerade mit Blick auf die massive Präsenz von Urlaubern  die mit dem Motorrad unterwegs sind.

Der Einsatz ist vom Carabinieri-Landeskommandanten, Oberst Cristiano Carenza, gemeinsam mit den Verantwortlichen der anderen Polizeikräfte und dem Regierungskommissär für die Provinz Bozen am Sitz des Provinzialkomitees für Öffentliche Ordnung und Sicherheit koordiniert und beschlossen worden. 

Angesichts des zu erwartenden Zuwachses an Motorradfahrern auf Südtirols Berg- und Passstraßen, insbesondere von Bikern, die außerhalb des Landes zu uns kommen, wurde vom höchsten Organ im Lande zur Koordination der Öffentlichen Sicherheit eine energische Verschärfung der polizeilichen Maßnahmen mit Bezug auf die festgestellte hohe Unfallhäufigkeit in den Sommermonaten der vergangenen Jahren beschlossen. Aus der Unfallstatistik der letzten Jahre gehen zahlreiche Unfälle hervor, bei denen die Ereignisse einen hohen Blutzoll forderten. Zahlreiche Biker verloren bei diesen Unfällen ihr Leben oder verletzten sich schwer. Hinzu kommt der Schaden an den Fahrzeugen aber auch der kostenintensive Einsatz der Flugrettung, zumal die Interventionszeiten von bodengebundenen Rettungsfahrzeugen zu abgelegenen Unfallorten für einen Verletzten mitunter tödlich sein können, sowie der Einsatz der staatlichen Polizeikräfte, wie jener der Carabineri oder der Straßenpolizei, welche am Rettungseinsatz teilnehmen und die Schadenserhebung auf Staats- und Landesstraßen durchführen.  

Laut einem Einsatzplan mit Zeiten und einem festgelegten Straßennetz, vereinbart zwischen dem Regierungskommissariat der Provinz und den Polizeikräften, haben die Carabinieri in den vergangenen zwei Wochen zwanzig Alpenpässe, vom Stilfser Joch bis zum Kreuzbergpass, vom Mendelpass bis zum Campolongo-Sattel, sowie alle innerhalb Südtirols gelegenen Pässe (Jaufenpass, Penserjoch, Würzjoch etc.) mit Kontrollen versehen. Im Laufe des Einsatzes sind 91 Motorradfahrer kontrolliert worden, von denen 14 wegen eines Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung mit Strafen von insgesamt 30 Führerscheinpunkten im Fahreignungsregister zu Buche schlagen.

Die gute Nachricht ist, dass kein Führerschein eingezogen werden musste, was aus Sicht der Carabinieri darauf hindeuten könnte, dass die Motorradfahrer einigermaßen diszipliniert unterwegs waren. Der Einsatz wird bei guter Wetterlage und solange es Motorradtouristen auf den Straßen gibt, in dieser Form für die gesamte Sommersaison in der Hoffnung weitergeführt werden, mit dem Ziel einen Rückgang der Unfälle und größtmögliche Sicherheit auf den kontrollierten Straßen zu gewährleisten.

VOX News Südtirol / ts / nb

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