Sensibilisierung verstärken

Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Baustellen ausgebaut

Südtirols Bauwirtschaft reagiert auf die beschleunigte Ausbreitung des Virus. Das Kollegium der Bauunternehmer, die Sektion Anlagenbau des Unternehmerverbands, der CNA-SHV und der lvh.apa haben gemeinsam mit den vier Gewerkschaften CGIL-AGB, UIL-SGK, SGB-CISL und ASGB eine Erhöhung der Sicherheitsvorkehrungen und die Schaffung von zusätzlichen Sicherheitsangeboten vereinbart.

von links - Gemeinsam für noch mehr Sicherheit auf Südtirols Baustellen: Lazzarini Maurizio (Obmann Sektion Bau CNA) Hannes Mussak (SWR Präsident) Michael Auer (Präsident Baukollegium) Hubert Gruber (Obmann Baugruppe im lvh) Claudio Corrarati (Präsident PKB-CPE und CNA) Martin Haller (Präsident BKSH-EBSA und lvh) Friedrich Oberlechner (ASGB Bau) Maurizio D'Aurelio (Feneal-UIL / SGK Bau) Albert Obrist (Präsident Sektion Anlagebau im UVS) Michael Raveane (Filca-CISL / SGB Bau-Holz) Irmgrad Gamper (Fillea-CGIL / GBH-AGB)

Die Sicherheit und der Gesundheitsschutz von Unternehmen und Mitarbeitern auf Baustellen haben seit Ausbruch von Covid-19 höchste Priorität. Bereits im Frühjahr 2020 haben die Sozialpartner umfangreiche Sicherheitsprotokolle sowie Handlungsanweisungen ausgearbeitet, um geschütztes Arbeiten möglich zu machen. Die epidemiologische Situation hat sich jetzt nochmal verschärft. Entsprechend wurde auf diese Notwendigkeit reagiert.

Kurzerhand haben lvh.apa, CNA-SHV, das Südtiroler Baukollegium, die Sektion Anlagenbau des Unternehmerverbands und die vier Gewerkschaften CGIL-AGB, UIL-SGK, SGB-CISL und der ASGB zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen beschlossen. Konkret sind dies Möglichkeiten für Unternehmen, wöchentliche Tests durchzuführen, der Einsatz von mobilen Teststationen, Contact-Tracing innerhalb der Betriebe, die Verstärkung von Beratungs- und Sensibilisierungsoffensiven durch die Sicherheitsexperten der bilateralen Körperschaft sowie Sensibilisierungskampagnen von Verbänden und Gewerkschaften.

Die Einhaltung der Sicherheits- und Hygienemaßnahmen ist für die Gesundheit am Arbeitsplatz unerlässlich. Vor allem durch regelmäßiges Testen kann die Verbreitung des Virus sofort eingeschränkt werden und in diese Vorkehrung wollen und müssen wir nun investieren. Dass die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit auf Baustellen gering ist, zeige ein Beispiel eines Südtiroler Bauunternehmens. Dieses ließ kürzlich sämtliche eigene Mitarbeiter sowie alle Mitarbeiter anderer auf der Baustelle tätigen Unternehmen (insgesamt 250 Personen) testen und erhielt kein einziges positives Testergebnis. Dies liege der Tatsache zugrunde, dass auf Baustellen ein Großteil der Arbeiten im Bausektor im Freien und meistens in mehr als Drei-Meter-Abständen erfolge. Insofern sei die Ansteckungsgefahr sehr gering.

Großen Wert legen die Sozialpartner auf die Sensibilisierung zur Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften. Dazu sollen Kampagnen gestartet werden. Zudem ist auch der Einsatz von mobilen Test- und Sensibilisierungsstationen angedacht, welche durch das Land fahren und Baustellen besuchen. Dort soll neben der Einhaltung der Vorschriften auch die Möglichkeit der freiwilligen Testung vor Ort angeboten werden.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer nehmen ihre Verantwortung sehr ernst und möchten ihren Beitrag für sicheres Arbeiten auch in Zukunft leisten. Es liegt im Sinne der Unternehmen aber auch der Mitarbeiter, dass die wirtschaftlichen Tätigkeiten im Bausektor aufrechterhalten werden können.

VOX News Südtirol / ja