Baubeginn ist beschlossene Sache

Bauarbeiten für Lawinenschutzgalerie gestartet

Auf der Landesstraße im Mühlwalder Tal sind die Bauarbeiten für eine Lawinenschutzgalerie angelaufen. LR Alfreider und BM Niederbrunner haben vor kurzem das Startzeichen für den Bau gegeben.

BM Niederbrunner und LR Alfreider haben vor kurzem das Startzeichen für den Bau der Lawinenschutzgalerie auf der Landesstraße bei Mühlwald gegeben.

Lawinen und Steinschlag sind bei Pieterstein auf der Landesstraße in der Nähe von Mühlwald keine Seltenheit. Nun soll eine Lawinenschutzgalerie Abhilfe schaffen. Am Freitag, 30. April, sind am betroffenen Straßenteil die Bagger aufgefahren. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, Tiefbauabteilungsdirektor Valentino Pagani und Bürgermeister Paul Niederbrunner haben im Beisein mehrerer Gemeindevertreter und der Landestechniker den ausführenden Unternehmen die Arbeiten übergeben.

Ab einer bestimmten Schneehöhe muss die Straße im Winter auf diesem Abschnitt stets vorsorglich gesperrt werden. "Das bedeutet unsere Nabelschnur zum restlichen Land ist gekappt, denn nur auf diesem Verkehrsweg werden Lebensmittel und Güter ins Tal und die Schüler, die Milch der Bauern und so weiter aus dem Tal befördert", erklärte Bürgermeister Niederbrunner die Bedeutung des Bauvorhabens für das Tal.

Mobilitätslandesrat Alfreider unterstrich: "Wir wollen für alle Orte eine sichere Zufahrt und so die Erreichbarkeit verbessern und Entwicklung ermöglichen." Durch die Galerie würden Straße und Verkehrsteilnehmer an einer neuralgischen Stelle besser geschützt und die wichtige Verbindung für Lappach und Mühlwald sei besser gewährleistet, meinte Alfreider der ebenso wie Bürgermeister Niederbrunner die konstruktive Zusammenarbeit hervorhoben. Der Landesrat nutzte die Gelegenheit, Gemeindevertreter, Planer und Firmenvertreter für eine gute Planung der Infrastrukturen zu sensibilisieren, bei der digitale Möglichkeiten genutzt sowie bedarfsgerechte, zukunftsgerichtete, qualitätsvolle und vor allem langlebige Bauten entstehen sollen.

Nun wird an der 90 Meter langen Schutzgalerie gearbeitet. Zusätzlich zu dieser ist ein Schutzwall geplant. Der bergseitige Wall wurde laut dem Verfahrensverantwortlichen Karl Bernard gemeinsam mit der Landesagentur für Bevölkerungsschutz geplant und soll die Sicherheit weiter erhöhen. Das Land investiert insgesamt rund zwei Millionen Euro in den Sicherheitseingriff, den die Unternehmen Ploner und Unionbau abwickeln. Bauleiter ist Johann Röck. Die Bauzeit wird mit rund einem Jahr angegeben. "Wenn alles gut geht, können wir die Galerie also bereits im Winter provisorisch befahren", zeigt sich Bürgermeister Niederbrunner zufrieden.

VOX News Südtirol / nb
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