Deutsch und Südtiroler Alltagskultur: Zertifikate für zwölf Frauen

Zwölf Altenbetreuerinnen aus sieben Ländern haben in den vergangenen Monaten Deutschkenntnisse erworben und die Südtiroler Alltagskultur kennengelernt. Zwölf häusliche Altenbetreuerinnen aus sieben unterschiedlichen Herkunftsländern haben am Donnerstag. 30. Mai, in der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Haslach den Abschluss des fünfmonatigen Lehrgangs "Deutsche Sprache und Südtiroler Alltagskultur" gefeiert. Mit selbst zubereiteten Südtiroler Häppchen empfingen sie die Geladenen und schilderten, was sie im Lehrgang gelernt und erlebt haben: von Deutsch und Kommunikation, Arbeitsrecht und Arbeitssicherheit bis hin zur Ergotherapie im Alter und einigen landeskundlichen beziehungsweise kunsthistorischen Besichtigungen. Zudem gab es auch einige Treffen, bei denen die Frauen Karten und "Mensch ärgere dich nicht" spielen gelernt oder gemeinsam Holunderblütensaft zubereitet haben. Das alles vor dem Hintergrund, dass die Betreuerinnen dasselbe in Zukunft ihren Klienten aus Südtirol anbieten können. Das Highlight stellte der Kochkurs in der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung dar, wo die Frauen Südtiroler Gerichte kochen und verkosten durften. Die demografische Forschung geht davon aus, dass in zehn Jahren ein Drittel der Südtiroler Bevölkerung älter sein wird als 60 Jahre, weshalb immer mehr Menschen auf Betreuungspersonal angewiesen sein werden. Der Lehrgang "Deutsch und Südtiroler Alltagskultur" ist eine Initiative des Landesamtes für Weiterbildung, um dem Mangel an deutschsprechendem Personal in der häuslichen Altenbetreuung entgegenzuwirken.

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