11. bis 14. Februar, Ariston-Kino

"Tödlicher Handel" - Filmfestival in Meran

Vom 11. bis 14. Februar findet im Ariston-Kino und in der Akademie Deutsch-Italienischer Studien an der Innerhoferstraße 1 das Filmfestival "Tödlicher Handel" statt. Das Veranstaltungsprogramm wurde heute Vormittag bei einer Pressekonferenz in der Akademie offiziell vorgestellt.

"Es ist eine der größten und historisch unwahrscheinlichsten Errungenschaften unserer liberalen Gesellschaft, dass Gewalt als Mittel der Konfliktlösung geächtet und ein friedvolles Zusammenleben auf Dauer möglich wurde. Heute kennen die meisten von uns Krieg nur mehr aus den Nachrichten von fernen Ländern oder aus den Geschichtsbüchern. Doch in Wirklichkeit wurde der Krieg exportiert: An den Krisenherden dieser Welt sind westliche Wirtschaftsinteressen leider heute oft die Brandbeschleuniger. Der florierende Waffenhandel stellt einen riesigen Schandfleck und ein kollektives Versagen gerade der westlichen Staaten bei den Bemühungen um weltweiten Frieden dar. Wer glaubhaft für Menschenrechte und Menschenwürde einstehen will, muss auch die entsprechenden Konsequenzen ziehen", sagte Bürgermeister Paul Rösch.

"Auch Meran tut ein Blick über den Tellerrand gut, um unsere Position und unsere Privilegien einordnen zu können. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und die Organisation dieses Filmfestes", so Rösch.

Das Filmfestival Meran "Tödlicher Handel" ist das erste dieser Art in Italien. Es zeigt deutsch- und italienischsprachige Spielfilme, Reportagen sowie Dokumentarfilme, die sich kritisch mit der Rüstungsindustrie und dem Waffenhandel auseinandersetzen. Auch das Thema Kindersoldaten steht im Fokus zweier Filme. Nach den Filmen wird dem Publikum in Podiumsgesprächen mit Regisseuren sowie in Vorträgen von Experten die Möglichkeit gegeben, sich aktiv und persönlich mit dem Thema zu beschäftigen, wobei die Vormittags- und Nachmittagsveranstaltungen besonders für Schulklassen aus Meran und Umgebung gedacht sind.

Veranstaltet wird das Filmfestival von der Akademie Deutsch-Italienischer Studien Meran in Zusammenarbeit mit der "universitären Plattform Menschenwürde und Menschenrechte" (EUPHUR) und dem Verein Human Rights International sowie mit der Unterstützung des Kulturreferats der Stadtgemeinde Meran. Angeregt wurden die Filmtage von Jürgen Grässlin, Pädagoge, Publizist und Friedensaktivist. Wolfgang Landgräber, Fernsehjournalist und Filmemacher, hat die Auswahl der Filme übernommen.

Das Filmfestival findet im Ariston-Kino mit Filmvorführungen am Vormittag, Nachmittag und Abend statt (siehe finden sie hier)

Eröffnet wird das Festival am Dienstag, 11. Februar um 20 Uhr mit dem Film in deutscher Sprache "Meister der Todes". Im Anschluss findet ein Gespräch mit dem Regisseur Daniel Harrich statt, der für seine Werke mehrmals international ausgezeichnet wurde. Abgeschlossen wird die Filmreihe am Freitag, 14. Februar mit der Komödie von Alberto Sordi "Finché c'è guerra c'è speranza" (in italienischer Sprache) und der darauffolgenden Podiumsdiskussion mit Rodrigo Riva, einem Soziologen, der sich mit Wirtschaftsthemen und Rechtsfragen beschäftigt.

VOX News Südtirol / kre

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