Südtiroler Sanitätsbetrieb

Grünes Licht für wesentliche Vorhaben im Gesundheitswesen

Epidemie-Prävention, Intensivbetreuung, Auf- und Ausbau von Diensten in der neuen Klinik in Bozen: Dafür hat die Landesregierung am 21. Juli zusätzliche Ressourcen genehmigt.

Neues medizintechnisches Gerät für Intensivstationen, Krankenhäuser und territoriale Dienste: Auch dafür hat die Landesregierung grünes Licht gegeben. (Foto: SABES)

In ihrer Sitzung am 21. Juli hat die Landesregierung grünes Licht für eine Stellenplanerhöhung von 533 Stellen im Südtiroler Sanitätsbetrieb gegeben. Diese Zuweisung erfolgt in den kommenden fünf Jahren und ist vorübergehend: Das heißt, in diesem Zeitraum werden auch wieder 240 andere Stellen abgebaut. Die Nettoerhöhung beträgt also 293 Stellen. Auf diesem Weg soll der Mehrbedarf an Personal in verschiedenen Bereichen gedeckt werden. Darüber hinaus kann der Sanitätsbetrieb nach dem Beschluss auch medizintechnische Geräte ankaufen.

Das politische Ziel ist laut Gesundheitslandesrat Thomas Widmann ein dreifaches: "Zum einen wollen wir für eine zweite, eventuelle Covid- oder andere Infektionswellen besser gerüstet sein." Unter anderem auch diesem Zweck dient die Möglichkeit, die Grundausstattung an Intensivbetten stabil zu erhöhen: "Insgesamt erweitern wir so die Versorgungskapazität der Intensivstationen und bauen den epidemiologischen Dienst aus."

Zweitens verkürze man mit dem Beschluss des 21. Julis die Wartezeiten in der Notaufnahme sowie für ambulante fachärztliche Leistungen: "Wir bauen bestehende Dienste aus", erklärte der Gesundheitslandesrat.

Wichtig sei drittens auch die Möglichkeit, zusätzliche medizintechnische Geräte für Krankenhäuser und territoriale Dienste ankaufen und Personal für die vorgesehenen Leistungen in der Neuen Klinik bereitstellen zu können, wie auch der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes Florian Zerzer betont: "Dank dieser zusätzlichen Ressourcen können wir die Bürgerinnen und Bürger schneller und besser versorgen - in der Notaufnahme und den Ambulatorien in Bozen, die erweitert werden, aber auch in den anderen Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen des Landes." Der Landesrat habe somit die Rahmenbedingungen für den Sanitätsbetrieb essenziell verbessert, um die Qualität der Dienste weiter steigern zu können.

Nach Covid-19: Essenzielle Dienste werden erweitert

Ein Mehrbedarf von 30 Ärzten und 70 Pflegepersonen ergibt sich aus der geplanten Erhöhung der Intensivbetten um weitere 25 bis 30 Einheiten. Bisher standen je nach Bedarf 35 bis 37 Intensivbetten zur Verfügung. "In der akuten Covid-Phase hatten wir über 80 Intensivbetten belegt", erinnert Widmann.

Infolge der Covid-19-Krise sieht der Staat auch einen Ausbau des epidemiologischen Dienstes vor: Hier sind weitere Ärzte und Pfleger bzw. medizintechnisches Personal eingeplant. Neben der Überwachung der Infektionslage sollen sie auch die Präventionsstrategien umsetzen.

Zur optimalen Versorgung der Patienten im Rahmen des Covid-19-Notstandes hat die Landesregierung zudem in einem zweiten Beschluss insgesamt fünf Millionen Euro für den Ankauf medizintechnischer Geräte bereitgestellt. Diese dienen den PCR-Tests, der Ausstattung von Krankenhäusern und territorialen Diensten. Angekauft werden auch Beatmungsgeräte, Ultraschallgeräte, Infusionspumpen, Defibrillatoren, Überwachungsmonitore und Spritzenpumpen für die Intensivstationen.

Ausbau von Notaufnahme und Ambulatorien in der Neuen Klinik

Insgesamt 150 Vollzeitstellen sind schließlich für die Inbetriebnahme der Neuen Klinik in Bozen vorgesehen. Dort soll unter anderem eine zentrale Subintensivstation entstehen. Die zusätzlichen Stellen sind für Ärzte und Pflegepersonal, technisches Personal sowie Verwaltungskräfte vorgesehen, um die Notaufnahme zu potenzieren, Beobachtungsbetten aufzustocken sowie die verfügbaren Ambulatorien zu erweitern. "Eine wichtige Voraussetzung, um mehr Eingriffe planen und Wartezeiten reduzieren zu können", betont Widmann.

VOX News Südtirol / vn

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