Coronavirus

Italienische Ärzte fordern "Schluss mit der Angst- und Panikmache"

Der italienische Verein AMPAS (Associazione Medici per un’Alimentazione di Segnale zu deutsch "Verein der Ärzte für Anzeichen-Ernährung") kritisiert in einer Aussendung scharf die derzeitige Panikmache rund um den Ausbruch des Coronavirus in Italien. "Jetzt ist genug", schreibt die Vereinigung, welcher in Italien rund 714 Ärzte angehören. "Wir erleben leider eine völlig verantwortungslose Ausbreitung eines verallgemeinernden und nicht gerechtfertigten Panikzustandes, der für uns (angesichts der in unserem Besitz befindlichen Daten) schwer nachzuvollziehen ist.

Coronavirus: hohe Ansteckungsgefahr aber wenig Todesfälle

VOX NEWS Südtirol gibt die Aussendung des privaten Ärzteverbanden im vollständigen Wortlaut (übersetzt aus der italienischen Sprache) wieder: 

"Als Ärzte und berufliche Fachkräfte für die Gesundheit (der AMPAS-Verein hat derzeit 714 registrierte Ärzte in Italien) beobachten wir mit Bedauern eine unverantwortliche Ausbreitung eines verallgemeinernden und nicht gerechtfertigten Panikzustands, der für uns (angesichts der in unserem Besitz befindlichen Daten) schwer nachzuvollziehen ist. Der daraus resultierende Gesamtschaden scheint weitaus größer zu sein, als der Schaden der Krankheit selbst.

Die Verbreitung des Coronavirus COVID-19 scheint sich zumindest auf der Grundlage der derzeit verfügbaren offiziellen Daten nicht besonders von der üblichen Verbreitung anderer Erkältungsviren zu unterscheiden.

Zum Beispiel gibt es weltweit nach den neuesten Nachrichten (ANSA) vom 22. Februar 2020 jeweils:

77.662 Infizierte;

21.029 Geheilte;

2.360 Todesfälle.

Auf der Homepage 'Epicentro' ist folgendes zu lesen:

'An Grippeviren erkranken weltweit jedes Jahr zwischen 5 und 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung (das sind rund 350 Millionen bis 1 Milliarde Menschen).'

Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert die Auswirkungen dann besser: 'Jährlich gibt es zwischen 3 und 5 Millionen gemeldete Grippe-Fälle, bei welchen sich Komplikationen entwickeln und in etwa 10 Prozent der Fälle es zu Todesfällen kommt (bedeutet es handelt sich dabei zwischen 250.000 und 500.000 Personen weltweit), besonders betroffen davon sind gefährdete Bevölkerungsgruppen (Kinder unter 5 Jahren, ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen).'

Die vom Coronavirus (COVID-19) weltweit betroffenen 2360 Todesfälle sind daher eher gering (weniger als 1 Prozent), verglichen mit der jährlichen Mortalität, die von einer normalen Grippe ausgehen kann.

Das Coronavirus ist daher angesichts seiner scheinbar größeren Ansteckungsgefahr, als andere Erkältungs- und Infektionskrankheiten, nicht sehr tödlich und das Coronavirus verbreitet sich absolut weniger als alle anderen bereits bekannten Grippe-Erkrankungen der Vergangenheit.

Aus diesem Grund erscheinen uns – unabhängig der möglichen Lungenkomplikationen – die außergewöhnlich angewandten Sicherheitsmaßnahmen, die Quellen für den ungerechtfertigten Alarmismus und der kollektiven Psychose unerklärlich.

Da wir uns als Ärzte, nicht nur aus infektiöser Sicht, sondern auch aus globaler Sicht die Gesundheit des Patienten (und der Gemeinschaft) ein Herzensanliegen ist, können wir nicht verschweigen, dass eine generalisierte Panikmache mit Schulschließungen, der Stilllegung öffentlicher Beförderung und jedweder Aktivitäten, mit Aussetzung von chirurgischen Diensten, der Schließung von Erste-Hilfe-Abteilungen und eingeschränkter hausärztlicher Dienste, nur zu neuen Krankheiten, Missständen bei Diensten und zu Notlagen führen kann.

Wir ersuchen daher Politiker, Verwalter und Verantwortliche des öffentlichen Gesundheitswesens auf, unverzüglich eine Umgestaltung oder Abschwächung der getroffenen Maßnahmen vorzunehmen, um die Gesundheit der Bürger auf die am besten geeignetste Weise zu schützen, auf welche wir Ärzte täglich reagieren müssen."

Soweit die Ärzte des Vereins AMPAS in ihrer Aussendung. Die Ärzte gehen aber noch einen Schritt weiter. Sie sagen, sollte sich herausstellen, dass es sich erneut um falsche Pandemien handelt, dann muss jemand für missbräuchliche Beunruhigung der Öffentlichkeit geradestehen.

Die Aussendung der AMPAS im Wortlaut:

"Wenn sich am Ende eine ähnliche Situation, wie in der Vergangenheit, wie z.B. mit SARS (2002), Vogelgrippe (2005) und Schweinepest (2009) verbundenen 'falschen Pandemien' festgestellt werden kann, dann muss sich jemand für den durch diese Panikmache bzw. missbräuchliche Beunruhigung der Öffentlichkeit verursachten Schaden verantworten."

Abschließend richten sie die AMPAS-Ärzte in ihrer Aussendung auch an ihre italienischen Kollegen.

"Wir laden auch unsere Ärztekollegen ein, die Situation wieder in die Hand zu nehmen und den von ihnen Betreuten die richtigen Hinweise zur Stärkung der natürlichen Immunabwehr zu geben (daran erinnernd, dass die Angst und die Panik sehr starke Zustände sind, welche das Immunsystem schwächen) und auch die örtlichen Verwalter dahingehend zu sensibilisieren, dass diese keine Maßnahmen ergreifen, welche durch den Ernst der Lage nicht in vollstem Umfang gerechtfertigt sind.

Wir vertrauen darauf, dass die Probleme bald gelöst werden und der Hebel bei der Intelligenz und der Sensibilität aller angesetzt wird. Des Weiteren stehen wir angesichts weiterer Aktualisierungen der Gemeinschaft zur Verfügung.

Die im AMPAS vereinigten Ärzte."

 

VOX NEWS Südtirol-Quellenverweis:

Kontakt zur AMPAS: info@medicinadisegnale.it

Die Aussendung der AMPAS-Ärzte im italienischen Wortlaut - Aufruf der Homepage: hier 

 

VOX News Südtirol / ts