Start des Projekts "Eins. Vier. Siebzehn."

Neues Nachhaltigkeits-Projekt des Landesmuseum Bergbau

Rohsstoffe und deren Gewinnung und Nutzung gehören zu den Kernthemen, die im Landesmuseum Bergbau vermittelt werden. Ausgehend davon ist Nachhaltigkeit ein naheliegendes Grundprinzip des Museums. 2020 wurde im Museum eine eigene Arbeitsgruppe für Nachhaltigkeit ins Leben gerufen und mit 2021 startet nun das Projekt "Eins. Vier. Siebzehn." 

Erste Initiativen des Projektes sehen die Aufwertung und Wiederverwendung ausgedienter Verbrauchsmaterialien durch "Upcycling" vor.

Der Name des Projektes setzt sich aus dem Slogan des LMB, "1 Museum – 4 Standorte", und den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen zusammen, die es auch im Museumsbereich bestmöglich umzusetzen gilt.  

Erste Initiativen sehen die Aufwertung und Wiederverwendung ausgedienter Verbrauchsmaterialien durch "Upcycling" vor.  Mit der Umsetzung wurden geschützte Werkstätten im Pustertal beauftragt. Die geschützte Werkstatt Taufers stellt aus alten Drucksorten des Museums neue Faltschachteln für die Museumsshops her, damit auf nicht-recycelbare Verpackungen  möglichst verzichtet werden kann. Die geschützte Werkstatt Biedenegg schneidert ausgediente Werbebanner und Planen zu Etuis um, die zukünftig in den Shops des Museums angeboten werden.  

Im Rahmen einer weiteren Initiative werden seit heuer vermehrt neue, nachhaltige und vielfach aus biologischer Herkunft stammende Shop-Artikel in das Sortiment der Museumsshops aufgenommen, wie beispielsweise pflanzbare Bleistifte und T-Shirts aus Bio-Baumwolle.  

Drucksorten des LMB sollen künftig nur noch aus Recycling-Papier erstellt werden. Mittelfristig sollen die Besucher/innen des Museums außerdem dahingehend sensibilisiert werden, Informationen möglichst auf digitalem Wege abzurufen, um gänzlich auf Drucksorten wie Informationsbroschüren verzichten zu können.  

Nachhaltige Vermittlung ist ein weiteres angestrebtes Ziel. Bereits seit 2019 bietet das LMB das Vermittlungsprogramm "Schätze der Erde" an. Kinder und Schüler lernen dabei die Herkunft und den Umgang mit Rohstoffen aus Südtirol kennen und sollen ausgehend davon ein Gefühl für einen sorgsamen Umgang mit Rohstoffen entwickeln.   
Nicht zuletzt sind auch Gender- und Chancengleichheit weitere wichtige Ziele. Das Museum schreibt künftig "genderneutrale und barrierefreie" Toiletten explizit aus. In den nächsten Jahren soll Barrierefreiheit und Zugänglichkeit im Museum immer mehr ausgeweitet werden.

 

VOX News Südtirol / nb