Palais Mamming: Buch über Pier Luigi Siena wird vorgestellt

Am Dienstag, 4. Juni wird um 20 Uhr im Palais Mamming Museum ein neues Buch über Pier Luigi Siena (1912-2003), den ersten Direktor des Museion – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen präsentiert. Der Eintritt ist frei. Was haben Pier Luigi Siena, der Gründer des Museion von Bozen, und die Stadt Meran gemeinsam? Nach der erfolgreichen Präsentation des Buches "A Pier Luigi Siena" (erschienen im Alpha Beta Verlag) eben in “seinem” Museion, wird dieses nun in Meran vorgestellt, wo er – ein hervorragender Kunstkritiker und Kulturschaffender, der 2003 im angesehenen Alter von 93 Jahren verstorben ist – seine erste Kunstausstellung in den frühen 1930-er Jahren als knapp zwanzigjähriger kuratiert hatte. Eingeladen hatte ihn damals der Künstler und Professor Giuseppe Cerrina, der unter dem Einfluss des postimpressionistischen Divisionismus und dem Futurismus gemalt hatte. Bei der Buchpräsentation im Palais Mamming Museum werden die Autoren über einige eher unbekannte Aspekte seines weitgreifenden Kulturschaffens referieren: Massimo Bertoldi über seine Leidenschaft zum Theater - Siena hatte selbst ein Stück geschrieben -, Barbara Ricci analysiert seine interessanten Rezensionen von Kunstausstellungen und Alessandra Limetti berichtet über ihr Zusammentreffen mit seiner Familie auf dem Ritten, wo einige noch unbekannte Schätze zu finden waren (und sind). Einleiten wird Carlo Bertorelle, der Direktor des “Il Cristallo”, die italienische Kulturzeitschrift, in der Pier Luigi Siena seine kritischen Beiträge veröffentlichte und die in diesem Jahr ihr 60jähriges Bestehen feiert: dies war auch die Gelegenheit, dieses Buch als Hommage zusammenzustellen, das außer den genannten Aufsätzen, viele Fotos und kürzere Beiträge sowie Erinnerungen an Pier Luigi Siena enthält (z.B. von Carlo Romeo; Letizia Ragaglia, aktuelle Direktorin des Museion, die unter ihm angefangen hatte; Antonio Lampis, der damals im italienischen Kulturamt zuständig war, Pierluigi Mattiuzzi, der als einziger Südtiroler Künstler von Siena im Museion ausgestellt wurde und der eine Tuschezeichnung für die Meraner Buchvorstellung gespendet hat, und vielen anderen, nebst einem Vorwort von Paola Tognon, schon Autorin eines Buches über Leben und Schaffen von Siena). Als Moderatorin wird Sonya Beretta die einzelnen Beiträge verknüpfen, da sie ja als Kuratorin des Buches zeichnet und auch in der Redaktion des “Cristallo” mitwirkt. Buchpräsentation: “A Pier Luigi Siena" Das von Sonya Beretta kuratierte Buch "A Pier Luigi Siena. Un omaggio per i 60 anni de Il Cristallo. Rivista di varia umanità” (Edizioni alphabeta Verlag 2018), umfasst verschiedene Beiträge von Carlo Romeo, Antonio Lampis, Letizia Ragaglia, Massimo Bertoldi, Barbara Ricci, Alessandra Limetti und von Südtiroler KünstlerInnen. Die Einleitung und das Vorwort dazu haben Carlo Bertorelle, Direktor der Zeitschrift "Il Cristallo" und Paola Tognon verfasst. Geschildert wird in dieser neuen Publikation die Persönlichkeit von Siena, der 1932 als Zwanzigjähriger in Meran - und auf Einladung des Malers Giuseppe Cerrina - seine erste Personalausstellung organisierte. Pier Luigi Siena war über 40 Jahre lang der Kurator der Kunstsektion der Zeitschrift, und nicht umsonst hatte Karl Plattner (der dieses Jahr für seinen 100. Geburtstag gefeiert wird) ein wundervolles Porträt von ihm geschaffen, das hier in einem Foto veröffentlicht wird. Dieses wurde gemeinsam mit vielen anderen Schnappschüssen von der Familie Siena zur Verfügung gestellt, weitere stammen aus dem Archiv des Teatro Stabile von Bozen und von anderen privaten Personen. Der Buchdeckel wurde künstlerisch von Arnold Mario Dall’O gestaltet. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch der Dokumentarfilm über Bestehen und Geschichte der Kulturzeitschrift “Il Cristallo” gezeigt, der von der italienischen Abteilung des Senders Bozen Rai realisiert wurde. Freier Eintritt. Der Abend findet in italienischer Sprache statt.

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