Politiker und Geld: Nogglers Verhalten ungeheuerlich?

Das Forum Politikerrenten mit seinem Sprecher Hansjörg Kofler findet die Vorgangsweise des stellvertretenden Regionalratspräsidenten Josef Noggler zur Erhöhung der Leibrenten und Politiker-Gehälter - oder, wie es die Politiker ausdrücken wollen: "Aufwandsentschädigungen" - absolut inakzeptabel. "Es ist unverständlich", so Kofler, "dass es Politiker wagen, sich rückwirkend für sechs Jahre die Inflation nachzuzahlen und den über 40.000 Landesangestellten eine Erhöhung oder Anpassung der Löhne verweigern." Noggler hat angekündigt, mit dem Nachtragshaushalt im Juli die Auszahlung der Gelder vorzunehmen. "Lobenswert ist das Verhalten seines Vorgängers Thomas Widmann, der sich stets an die staatliche Gesetzgebung gehalten und keine Lohnerhöhung für Politiker zugelassen hat", schreibt das Forum Politikerrenten in einer Aussendung. Beschämend sei auch die Aussage des SVP-Arbeitnehmers Helmuth Renzler, wonach Politiker kein Gehalt erhalten, sondern nur für den finanziellen Verlust entschädigt werden. "Hier muss man sich schon fragen, was der Unterschied zwischen Arbeit und Aufwandsentschädigung ist", so Kofler. Das Forum Politikerrenten erneuert seinen Aufruf an die Gewerkschaften und Sozialverbände, diesen unverschämten Manövern einen Riegel vorzuschieben und klar Stellung zu beziehen. (kre)

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