Mastens Videokommentar Nr. 3-2021:

Sonderfonds-Causa: "Kompatscher hat Durnwalder echt im Regen stehen lassen"

In diesen Tagen bewegt in Südtirol die definitive strafrechtliche Verurteilung von Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder Land und Leute. Das Urteil, mit welchem Alt-Landeshauptmann Durnwalder rechtskräftig zu einer Gefängnisstrafe von 2,6 Jahren verurteilt worden ist, wird von vielen Südtirolern als ungerecht empfunden und ist es auch. Es sei nichts anderes als der Sieg von Teilen einer politisch gesteuerten, rachesüchtigen und nach "Italianità" schreienden italienischen Gerichtsbarkeit, mit dem Ziel nicht nur über die ehrwürdigen und verdienstvollen Leistungen von Altlandeshauptmann Durnwalder zu Unrecht einen Schleier der Schmach und Schande auszubreiten sondern auch die Errungenschaften der Südtiroler Autonomie frontal zu torpedieren, um diese weiter verstärkt dem Diktat des italienischen Zentralstaates zu unterstellen. Besonders beschämend, so Masten in seinem neuesten Videokommentar, sei dabei das Verhalten von Arno Kompatscher. Als amtierender Landeshauptmann habe er vor ein paar Jahren öffentlich angekündigt und versprochen seinem Amtsvorgänger über die Landesregierung und die gesamte Landesverwaltung voll beizustehen. Letztlich waren das alles nur leere Worthülsen. Kompatscher habe Durnwalder in den entscheidenden Momenten völlig alleine im Regen stehen gelassen. Eine Situation, bei der auch, so Masten, die Leitung der Südtiroler Volkspartei völlig versagt habe. Schauen Sie sich im Video an, welche Vorschläge VOX-NEWS-Südtirol-Herausgeber Christian Masten hat, um Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder zu unterstützen und um ihn Gerechtigkeit und Respekt widerfahren zu lassen.      

Christian Masten bestätigt in seinem neuesten Videokommentar: "Landeshauptmann Kompatscher hat Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder echt im Regen stehen lassen"

Für Christian Masten ist die nun rechtskräftig erfolgte und gewordene Verurteilung von Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder ein handfester Skandal. Ein Justizskandal, den einmal mehr die italienische Gerichtsbarkeit zu verantworten hat. Durnwalder sei von den Vorwürfen vor dem Landesgericht in Bozen und im Berufungswege auch vom Oberlandesgericht in Bozen zweimal voll freigesprochen worden. Letztlich war es die Generalstaatsanwaltschaft in Trient, welche Durnwalders Verurteilung gewollt habe. Über den Kassationsgerichtshof in Rom habe sie die Freisprüche Durnwalders über rein juristisch technische Begrifflichkeiten kassieren lassen und eine Verurteilung erzielt, die nicht nur von der Mehrheit der Südtiroler als ungerecht empfunden wird sondern in der Sache auch selbst ungerecht ist.

Durnwalder habe aus dem ihm zustehenden Sonderfonds keinen einzigen Cent veruntreut. Es ging allein um die Abrechnungsweise, eine buchhalterische Frage, konkret ob er ohnehin angereifte Rückzahlungen zuvor privat vorgestreckter Repräsentationskosten für seine politische Tätigkeit mit einigen privat gemachten Ausgaben verrechnen kann. Durnwalder ist für die italienische Justiz nun schuldig und zu 2,6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nach dem Urteil des Rechnungshofes in zweiter Instanz, welches vorsieht dass Durnwalder rund 380.000 Euro zurückzahlen muss, folgte nun auch auf strafrechtlicher Ebene ein Schlussstrich. Es ist somit, so Masten, ein Sieg der "Italianità" und einiger eifriger italienischer Staatsanwälte, die meinen, dass auch wir "Deutsche" nicht immer sauber verwalten. Man wollte unbedingt diesen geschätzten erfolgreichen Landeshauptmann, der auch bei den italienischen Bürgern Südtirols sehr geschätzt war, sein Lebenswerk durch die Schmach einer strafrechtlichen Verurteilung zerstören. 

In diesem Zusammenhang aber ein noch viel größerer Skandal, so der VOX-NEWS-Südtirol-Herausgeber in seinem jüngsten Videokommentar, sei jedoch die Verhaltensweise von Arno Kompatscher, dem aktuellen Landeshauptmann, sowie den Mitgliedern der Landesregierung und von Führungskräften der Südtiroler Volkspartei. Sie hätten in der Tat Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder allein im Regen stehen lassen. Insbesondere Kompatscher hätte 2018 auch medial angekündigt alles tun zu wollen, um seinen Amtsvorgänger zu unterstützen und beizustehen.

So wurde Durnwalder seitens Kompatscher zugesichert, dass sich die Anwaltschaft des Landes mit der Sache befassen wird und Durnwalder in den gegen ihn gerichteten Rechtsverfahren beistehen wird. Nichts ist passiert. Die Versprechungen Kompatschers waren allesamt nur leere Worthülsen.

Die Verantwortung der unterlassenen Unterstützung für Alt-Landeshauptmann Durnwalder müsse sich aber auch die Südtiroler Volkspartei auf die Fahne schreiben. Masten sieht hier auch SVP-Obmann Philipp Achammer in der Kritik. Die Solidaritätsbekundungen jetzt nach der erfolgten rechtskräftigen Verurteilung würden nun auch nichts mehr nützen, so Masten.

Kritik übt VOX-NEWS-Südtirol-Herausgeber Christian Masten aber auch an Alt-Senator Karl Zeller. Zeller behauptet in der Ausgabe der Tageszeitung vom Samstag (12. Juni), dass Kompatscher seinen Amtsvorgänger Durnwalder nicht im Regen stehen lassen hätte, wenn dann sei es Durnwalder gewesen, der gegenüber seinem Nachfolger (Kompatscher) nicht die erwiesene Wertschätzung entgegenbracht hätte, so wie sie Silvius Magnago seinem Nachfolger (Durnwalder) entgegengebracht hatte. Und Zeller kritisiert in dem Interview mit der "Neuen Südtiroler Tageszeitung" auch die Strategie der Strafverteidiger von Luis Durnwalder. Er, Zeller, wäre mit einer anderen Strategie vorgegangen und hätte für seinen Mandanten einen Strafvergleich herausgeholt. Durnwalder hätte über den Strafvergleich einer milderen bedingten Gefängnisstrafe zustimmen müssen.

Für Masten sind das alles nur dumme und unwahre Behauptungen. Kompatscher habe sich eindeutig nie mit seinem Vorgänger in Kontakt gesetzt, während Alt-Landeshauptmann Durnwalder nach seinem politischen Rückzug die Wahlen der SVP maßgebend unterstützt hat, obwohl er es eigentlich nicht mehr machen hätte müssen. Kompatscher müsse sich daher einmal schämen für sein Verhalten. Kompatscher, so Masten, habe es durch sein Nichthandeln zugelassen, dass die Südtiroler Autonomie erneut angegriffen und geschwächt werde.

Aus Eifersucht, aus Neid und aus Unfähigkeit, weil diese Landesregierung nach der erfolgreichen Ära unter Durnwalder das Land Südtirol schwach verwaltet und dem Volk nicht nahe steht, habe man Durnwalder im Regen stehen lassen, so Masten. "Die Corona-Zeit hat es bewiesen, welch gröbste Fehler in der Sanität passiert sind und noch passieren. Es waren tödliche Fehler, die über 1.300 Menschen in Südtirol das Leben gekostet haben", so Masten. Entsprechend sollen und müssen die politischen Verantwortlichen nun jetzt handeln. Eine Ehrennadel der Südtiroler Volkspartei für die Leistungen des Alt-Landeshauptmannes Dr. Luis Durnwalder ist nicht mehr ausreichend. Durnwalder müsse von der SVP zum Ehrenobmann ernannt werden. Und die Partei müsse ihm wenigsten jetzt in vollem Umfang beistehen. Konkret könne es nicht angehen, dass Durnwalder vom Staat persönlich finanziell zur Kasse gebeten wird. Hier braucht es ein Crowdfunding, eine Finanzierung und Sammlung auf breiter Ebene, um weiteren Schaden für Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder abzuwenden.  

Der Videokommentar von Christian Masten hier zum Anschauen:

VOX News Südtirol / Christian Masten