"Eigenen Weg fortsetzen"

Süd-Tiroler Freiheit gegen nächtliche Ausgangssperre

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen plant die italienische Regierung eine landesweite Ausgangssperre ab 22 Uhr, deren Einhaltung vermutlich wieder streng von italienischen Militärtruppen überwacht würde. Die Süd-Tiroler Freiheit spricht sich entschieden gegen eine solche Ausgangssperre aus.

Landtagsabgeordneter Sven Knoll, Süd-Tiroler Freiheit

"Unsere Dörfer und Städte kann man nicht mit Ballungszentren wie Rom oder Mailand vergleichen. Südtirol darf diesen Wahnsinn keinesfalls umsetzen und sollte stattdessen seinen eigenen Weg fortsetzen", so die Süd-Tiroler Freiheit in einer Presseaussendung. "Nächtliche Ausgangssperren machen in Südtirol aus medizinischer Sicht überhaupt keinen Sinn und wären eine unverhältnismäßige Einschränkung der Bürgerrechte. Südtirol ist nicht Rom oder Mailand, wo am Abend ein reges Nachtleben herrscht und sich zig Menschen eng zusammengedrängt auf den Straßen und in Lokalen treffen“, gibt der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, zu bedenken.

Bei einem abendlichen Spaziergang mit dem Hund oder beim Joggen begegnet man nur sehr selten anderen Menschen, weshalb die Ansteckungsgefahr gleich Null ist. Südtirol brauche zudem sicher keine Militärtruppen, die ─ wie im Frühjahr bereits geschehen ─ Jagd auf Spaziergänger machen.

"Italien entwickelt sich immer mehr zu einem Kontroll- und Überwachungsstaat. Diesen Entwicklungen gilt es entschieden entgegenzutreten. Genau solch überzogenen Bestimmungen wie eine nächtliche Ausgangssperre führen zudem dazu, dass die Legitimität sinnvoller Corona-Maßnahmen immer öfter bezweifelt wird. Landeshauptmann Kompatscher ist daher aufgefordert, sich Rom zu widersetzen und dafür zu sorgen, dass es in Süd-Tirol zu keiner nächtlichen Ausgangssperre kommt", so die Süd-Tiroler Freiheit abschließend.

VOX News Südtirol / ja

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