"SVP hat sich Staatstrend nur zaghaft angenähert"

Team K: "Alt bekanntes Muster bedeutet noch lange keinen Plan haben"

"Was von Team K kommt, wird in Bausch und Bogen von der SVP zuerst abgelehnt, um dann in einem Gesetz oder im ausgetauschten Anhang zum Landesgesetz des Südtiroler Sonderwegs wieder aufzutauchen - halt dann mit Stempel SVP", ist das Team K überzeugt.

Paul Köllensperger, Landtagsabgeordneter Team K

Im Landtag hat das Team K laut einer Pressemitteilung noch vor wenigen Wochen beim Südtiroler Weg vorgeschlagen, dem Modell Österreichs zu folgen und es beim 1 Meter Sicherheits-Abstand zu belassen: genau den Sicherheitsabstand, den eine Woche später Conte für den Rest Italiens eingeführt hat. Gesundheit und Wirtschaft wäre damit gleichermaßen Rechnung getragen worden. "Weil wir aber guten Willens waren, hätten wir als Kompromiss auch mit der Robert Koch Instituts-Empfehlung von 1.5 Metern Sicherheitsabstand gut leben können", so das Team K.

"Diese beiden Team K Vorschläge wurden aber versenkt, um sie heute [26. Mai] auf wundersame Weise durch Beschluss der Landesregierung wie Phönix aus der Asche emporsteigen zu sehen und an die eigene Fahne zu heften. Dabei hat sich die SVP dem Staatstrend nur zaghaft angenähert und sich quasi nur zum Kompromiss des Kompromisses durchgerungen, indem sie in der Gastronomie vorschreibt, dass Gäste seitlich 1 Meter sitzen dürfen, frontal aber 1.5 Meter", heißt es weiter.

Paul Köllensperger bedauert diese "Trippelschritte" auf dem Südtiroler Sonderweg mit folgenden Worten: "Wenn das der noch vor kurzem so selbstbewusst verkündete Südtiroler Sonderweg ist, dann stellt sich schon die Frage, ob es diesen noch dazu späten Aufwand wirklich wert war, um keinen Millimeter besser als Rom dazustehen. Freilich, besser spät als nie – aber einen Plan haben sieht anders aus!"

VOX News Südtirol / ja

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