Theater als Suchtprävention

Das Theaterstück "Stupefatto" warnt Jugendliche vor den Gefahren des Drogenkonsums. Statistiken zufolge greifen immer mehr Menschen zu Suchtmitteln, und die Konsumenten werden immer jünger. Das Theaterensemble "Itineraria Teatro" klärt in seinen Stücken bereits seit Jahren über die Gefahren des Drogenkonsums auf. Gestern war die Gruppe in Bozen zu Gast. Rund 350 Oberschülerinnen und Oberschüler wohnten der kostenlosen Aufführung im Pascoli-Gymnasium bei. Das Theaterstück "Stupefatto" basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Enrico Comi und setzt sich mit dem Thema des Drogenkonsums unter Jugendlichen auseinander. Das Stück versucht, in der Sprache des Theaters Klischees zu entlarven, die gerade unter jungen Mensch weit verbreitet sind und mit Aussagen einhergehen wie "Ein Joint ist doch kein Problem" oder "Wenn ich will, kann ich jederzeit aufhören". Durch die Art der Inszenierung zeigt sich, welche Dynamiken Menschen dazu bringen, Suchtmittel zu konsumieren, welche Tragweite dies hat und wie schwierig es ist, aus dem Tunnel der körperlichen und psychischen Abhängigkeit herauszukommen. Nach der Aufführung fand eine Diskussionsrunde zum Thema statt. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, schriftliche Botschaften zu formulieren und sie dem Schauspieler Fabrizio De Giovanni zu übergeben, der sie auf Wunsch persönlich beantworten wird. (rt)

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