Lokal Meran

Bürgermeister: Bike-Sharing im Mittelpunkt

Paul Rösch, Madeleine Rohrer, Ruth Lochmann und Harald Stauder

Am 25. Oktober fiel der Startschuss für das Pilotprojekt Bike Sharing in Meran. Derzeit sind insgesamt 114 Bürger als Nutzer registriert. Diese zukunftsweisende Dienstleistung erweckt aber auch das Interesse der Nachbargemeinden. So war gestern der Bürgermeister von Lana Harald Stauder zu Besuch in der Kurstadt, um sich vor Ort über dieses neue Mobilitätsangebot genauer zu informieren.

Seit Oktober gibt es an vier Stationen in Meran rund um die Uhr kostenlos Citybikes auszuleihen. Der Bürgermeister von Lana Harald Stauder traf sich gestern mit dem Bürgermeister von Meran Paul Rösch, um sich vor Ort ein Bild von dem innovativen Bike-Sharing Dienst zu machen.

Beide Gemeinden arbeiten aktiv an Alternativen zum steigenden PKW-Verkehr. Lana hat ambitionierte Pläne zu einem Bike Sharing, vor allem, um den Bahnhof Burgstall besser an das Dorf anzubinden. In Meran setzt das Ressort Mobilität von Stadträtin Madeleine Rohrer unter anderem mit dem Interreg Italien-Schweiz Projekt MENTOR starke Zeichen: ein digitaler Gratis-Verleih von Fahrrädern und die derzeit laufende erste öffentliche Vorführung eines autonomen Shuttle in Italien zeigen wie Mobilität von morgen geht.

Bürgermeister Stauder zeigte sich vor allem von der Einfachheit des Bike Sharing in Meran beeindruckt.

“Am Sandplatz, am Kornplatz, beim Bahnhof Meran und beim Bahnhof können rund um die Uhr 60 Citybikes kostenlos ausgeliehen werden. Die Leihe und das Entsperren der Fahrräder erfolgen über das Handy. Mit der App „MOQO Home“ können die alarmgesicherten Smart Locks – intelligente Fahrradschlösser – geöffnet und geschlossen werden. Das neue Bike-Sharing ist Teil des Interreg-Projekts MENTOR”, sagte Ruth Lochmann.

Bürgermeister Paul Rösch bestätigte seine Begeisterung für dieses Projekt. „Die Menschen wollen mobil sein und gerade das Stadtzentrum einfach erreichen: Das Fahrrad ist dafür das ideale Mittel. Und jedes Mal, wenn jemand sich dafür aufs Fahrrad setzt statt ins Auto, entlastet das die Meraner Straßen vom Verkehr. Wir müssen Städte für Menschen bauen, nicht für den motorisierten Individualverkehr. Wir müssen ein Umfeld schaffen, in dem sich die Menschen gerne zu Fuß oder mit dem Rad bewegen – das steigert die Lebensqualität vor Ort und die Attraktivität von Wohnvierteln und dem Stadtzentrum und damit die der gesamten Gemeinde. Bikesharing ist dafür ein nützlicher Baustein”, unterstrich Rösch.

“Die Idee hinter dem digitalen Bike-Sharing-Dienst ist es, einen weiteren Baustein für eine vernetzte Mobilität zu schaffen. Wir stellen Räder rund um die Uhr zur Verfügung, vor allem für die kurzen, schnellen Alltags- und Freizeitwege, und wollen damit die Mobilitätsdienstleistung für die Meranerinnen und Meraner verbessern. Bessere Mobilität heißt weniger Verkehr. Langfristig wollen wir Meran für kollaborative Mobilitätsformen ‘fit’ machen. Sharing-Angebote, wie auch das kürzlich gestartete Carpooling, sind Teil einer breiter Palette von Möglichkeiten, insbesondere für die erste bzw. letzte Meile. Sharing-Angebote müssen Teil der Stadtplanung sein, vor allem für das Areal um den Bahnhof, aber auch für das Kasernenareal. In diesem Sinne sind sechzig Bike-Sharing-Fahrräder nur ein erster Schritt. Wir gehen davon aus, dass das Bike-Sharing großen Anklang findet und in den kommenden Jahren Schritt für Schritt ausgebaut wird. Dann können mehr Fahrräder zur Verfügung gestellt und bei Bedarf auch neue Stationen eingerichtet werden“, erklärte Rohrer.

Das Projekt wird über das Interreg Programm V-A Italien-Schweiz finanziert und gehört zum dreijährigem Projekt MENTOR, bei dem auch SASA, NOI Techpark und die Schweizer Partner Postauto und Brig-Glis beteiligt sind. Das Projekt will das Konzept “Mobiltät als Service” in der alpinen Realität testen und durch Vernetzen von Echtzeitinformationen eine bequemere und intelligente Nutzung öffentlicher und nachhaltiger Verkehrsmittel möglich machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.