Schwarze Chronik Südtirol

Carabinieri: Großrazzia in Bozen sorgt für Sicherheit

Eine Messerstecherei unter Personen mit Migrationshintergrund in unmittelbarer Nähe des Bozner Weihnachtsmarktes und zuletzt ein verprügelter SASA-Buschauffeur waren wohl des Guten zuviel. Am Freitagnachmittag bis in den Abend hinein rückten die Carabinieri in Bozen zu einem Großeinsatz aus. Bei der Razzia um das Areal zwischen dem Bozner Bahnhof und der Innenstadt wurden 90 Personen kontrolliert. 4 Personen wurden angezeigt, 2 weitere dem Bozner Regierungskommissariat gemeldet.

Unterstützt wurden die Carabinieri des Provinzkommandos bei ihrem Streifzug in den Parks- und Gärten rund um den Bozner Bahnhof von Wehrmännern des 7. Carabinieri-Regiments “Trentino-Südtirol” und der Hundestaffel der Carabinieri aus der Guella-Kaserne in Leifers. Bei den umfassenden Personenkontrollen wurden nahezu 90 Personen identifiziert und überprüft. Bei zwei ausländischen Staatsbürgern nigerianischer Herkunft von 27 und 25 Jahren wurden 15 Dosen Rauschgift des Typs Heroin für ein Gesamtgewicht 10 Gramm gefunden. Die Drogen wurden beschlagnahmt und die Besitzer bei der Staatsanwaltschaft Bozen wegen Drogenbesitzes zum Zwecke des Drogenhandels zur Anzeige gebracht. Das Rauschgift wurde an das Betäubungsmittel-Analyselabor in Leifers weitergeleitet, wo es analysiert wird.

Während der Kontrolltätigkeiten wurde von den Ordnungskräften bemerkt, wie ein aus Burkina Faso stammender 31-Jähriger ausländischer Mitbürger aus dem Kapuzinergarten sich den Kontrollen entziehen wollte. Der Fluchtversuch misslang. Bei der Durchsuchung der Kleider des Mannes kam ein rund 25 Zentimeter langes Stichwerkzeug zum Vorschein, welches als Waffe verwendet und Personen verletzen hätte können. Der Vorstecher wurde beschlagnahmt und der Mann wurde bei der Staatsanwaltschaft Bozen wegen unberechtigten Besitzes eines gefährlichen Werkzeuges respektive einer Waffe im weiteren Sinne angezeigt.

Die große Präsenz von Angehörigen der Streitkräfte der Carabinieri vor Ort hat auch zur Identifizierung eines 20-jährigen deutschen Staatsbürgers ohne festen Wohnsitz in Italien geführt, welcher verantwortlich für einen Diebstahl in einem Bekleidungsgeschäft im Zentrum von Bozen gemacht werden kann. In dem Geschäft hatte er Waren im Wert von 50 Euro gestohlen. Alle Kleidungsstücke wurden bei dem jungen Deutschen sichergestellt und an ihren rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben. Gegen den 20-Jährigen wurde wegen erschwerten Diebstahls bei der Staatsanwaltschaft von Bozen Anzeige erstattet.

Bei einer weiteren Kontrolle wurden bei einem 54-jährigen italienischen Staatsbürger sowie einem 29 Jahre alten aus Afghanistan stammenden Mann Rauschgift des Typs Heroin gefunden. Die Drogen wurden beschlagnahmt und die Betroffenen wie vorgesehen als Drogenkonsumenten beim Regierungskommissariat für die Provinz Bozen gemeldet. (ts)

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