Politik Südtirol

Chaos ohne Ende: SVP hält an maroder italienischer Post fest.

Das Chaos bei der italienischen Post ist nicht neu, aber die Zustände werden immer schlimmer. Nicht nur in Bozen, sondern auch in den Bezirken wird die Post wochenlang gar nicht mehr ausgetragen. Hinzu kommen rein italienischsprachige Briefträger aus Italien, die die deutschen Adressen nicht lesen können, die Bestimmungsorte nicht kennen und keine Lust zur Arbeit haben. Diese Feststellung macht die Süd-Tiroler Freiheit. Sie meint: “Bedanken kann sich die Bevölkerung bei der SVP, denn anstatt diese Misere zu beenden, hält die SVP an der maroden italienischen Post fest.”

Die Probleme mit der Post und dem nationalen Postdienstleister “Poste Italiane” hält Südtirol schon seit Monaten in Atem. Jetzt sind es Bilder aus dem Postamt in Toblach, welche die Wogen hochgehen lassen. Im Postamt von Toblach stapeln sich seit Wochen Berge von Postkisten mit Post, welche genauso lange nicht ausgetragen wird. Mayriam Atz Tammerle und Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit berichten, dass viele Menschen, die auf eine funktionierende Post angewiesen sind, erbost über diese Zustände sind. Die beiden Landtagsabgeordneten sehen insbesondere Landeshauptmann Kompatscher in der Verantwortung.

“Landeshauptmann Kompatscher hatte die Post vor den Wahlen zur Chefsache erklärt und mit der Wiedererrichtung eines Verteilungszentrums in Bozen rasche Besserung bei der Post versprochen. Passiert ist genau das Gegenteil! Wie bei den meisten seiner ‘Chefsachen’ ist das Chaos danach nur noch größer”, wettert der Landtagsabgeordnete Sven Knoll in Richtung Landeshauptmann.

Immerhin hatte die Süd-Tiroler Freiheit im Landtag bereits einen Beschlussantrag vorgelegt, “damit der Vertrag mit der maroden italienischen Post aufgekündigt wird und in Südtirol ein eigenes autonomes Postwesen aufgebaut bzw. mit einem ausländischen Postunternehmen ein Kooperationsvertrag abgeschlossen wird”, so Knoll.

Wie der STF-Frontmann aufzeigt, besitzt die italienische Post durch die Liberalisierung des Postwesens kein Monopol mehr auf die Briefzustellung. Das heißt, so Knoll, das Land Südtirol hätte zwei Möglichkeiten, um unabhängig von der italienischen Post die Briefzustellung zu organisieren:

1. Das Land schließt mit dem Postunternehmen eines anderen Staates einen Vertrag für die Übernahme der gesamten Briefabwicklung ab.
2. Das Land organisiert die Annahme und Verteilung der Post innerhalb Süd-Tirols eigenständig und schließt mit einem ausländischen Postpartner einen Vertrag für die internationale Briefabwicklung ab.

Wie die Süd-Tiroler Freiheit mitteilt, wurden diese Vorschläge im Landtag jedoch von der SVP-Lega geführten Mehrheit abgelehnt. “Stattdessen halten Kompatscher und die SVP an der maroden italienischen Post fest, sodass sich die Bürger darauf verlassen können, dass die Postzustellung auch in Zukunft nicht funktionieren wird”, kritisieren Myriam Atz Tammerle und Sven Knoll abschließend.

VOX-NEWS-Südtirol-Quellenverweis:
Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit zur Post in Südtirol – zur Ansicht: hier

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