Lokal Meran

Gegen Klischees in der Mittel- und Oberschule

ieben Fokusgruppen beschäftigen sich mit den verschiedenen Interventionsbereichen des neuen Aktionsplanes für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2019-2024. Beim Treffen der siebten Fokusgruppe ging es es um das Thema “Geschlechterrollen und vorgefertigte Klischees in der Mittel- und Oberschule”.

Zum Treffen eingeladen wurden die SchuldirektorInnen aller Mittel- und Oberschulen der Stadt, eine Gruppe von Lehrervertreter/innen, die Vertreter/innen der Jugendzentren und der Streetworker, die Beratungsstelle Frauenhaus Meran (für die Sensibilisierungsarbeit an den Schulen), der Club Soroptimist (für die Förderung der MINT-Fächer unter den Mädchen), die Anwältin Marcella Pirrone, die auch den Impulsvortrag hielt, und die Leiterin des Frauenmuseums Sissi Prader.

An der Sitzung nahmen auch die Mitglieder der Steuerungsgruppe teil, die mit der Verfassung des neuen Gleichstellungsplans beauftragt wurden: Stadträtin Gabriela Strohmer, Barbara Nesticò, Leiterin der Abteilung für Bildung, Kultur und Sozialwesen, Sarah Freimuth und Claudia Tomio, Funktionärinnen des Referates für Chancengleichheit sowie Moderatorin Heidi Flarer.

“Diese Fokusgruppe war dem breiten Spektrum der Gender­problematik im Kontext der Mittel- und Oberschulen gewidmet”, erklärte Stadträtin Gabriela Strohmer. Insbesondere haben wir uns dabei mit folgenden Themen beschäftigt:
Verbreitung vorgefertigter Klischees sowie traditioneller Rollenbilder unter den Schülerinnen und Schülern und Strategien zu deren Bekämpfung und Prävention;

  • Reflexion über den Zwang der Mädchen und Jungen, sich für einen vorgegebenen Bildungs­weg zu entscheiden, und Erwägung der Förderung einer klischeefreien Berufsorien­tierung junger Mäd­chen (zum Beispiel im Bereich der MINT-Fächer);
  • Verbreitung einer Kultur des gegenseitigen Respekts zur Vorbeugung der Gewalt gegen Frauen;
  • Zunahme des Cyber-Bullyings und der Belästigungen über das Internet unter der jungen Generation;
  • Erziehung zu einem nicht sexistischen Gebrauch der Sprache als Gegenmittel zur Bekämpfung genderbe­dingter Ungleichheiten und mangeln­der Sichtbarkeit der Frauen.”
  • “Diesen Themen war der Interventionsbereich 1 des Planes 2013-2017 gewidmet. Bei der Erstellung des alten Planes war beschlossen worden, sich zunächst auf die Kleinkinder zu konzentrieren. Im neuen Plan will sich das Referat mehr auf die Altersgruppe der Mittel- und Oberschulen konzen­trieren”, so Strohmer.

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