Lokal Meran

Kindergemeinderat verlängert die Passerpromenade

Spiel und Spaß statt dicker Luft: Manzonistraße wird an 4 Samstagen für den Verkehr gesperrt.

Was wäre, wenn sich die Promenade unterhalb der Theaterbrücke nicht nur am rechten, sondern auch am linken Passerufer entlangziehen würde, wo heute die Manzonistraße verläuft? Dieses alte, nie umgesetzte Vorhaben früherer Stadtverwaltungen greift der Kindergemeinderat nun symbolisch auf. In Zusammenarbeit mit dem EU-Projekt Metamorphosis planen die Kinder an vier Samstagen im Jahr eine vorübergehende Straßensperre in der Manzonistraße. Dadurch soll zumindest temporär neuer Raum für Spiel und Animation im Stadtgebiet geschaffen werden. Unter dem Motto “Wir verlängern die Promenade” wird die Straße im Abschnitt zwischen Theaterbrücke und Martin-Luther-Steg von 9 bis etwa 15 Uhr für den Verkehr gesperrt. Auf der improvisierten Promenade wird es Straßenspiele geben, außerdem werden mehrere Ladenbesitzer ihr Angebot ins Freie verlegen. Der erste autofreie Tag in der Manzonistraße findet am 1. Juni statt.

Die Straßensperre geht auf einen Beschluss zurück, den der Kindergemeinderat im Dezember 2018 gefasst hatte. Die Mehrheit der Kinder sprach sich damals für eine öffentliche Aktion gegen die schlechte Luft in der Stadt aus. “Durchgesetzt hat sich dann der Vorschlag, einen autofreien Tag zu veranstalten, um allen Meranern, besonders aber den Erwachsenen zu zeigen, wie schön es ist, im Freien zu spielen, ohne auf den Verkehr achten und Abgase einatmen zu müssen, und ohne Gedränge um einen Parkplatz”, berichten Serena Sardu (Cilla), Verena Theiner (Jugenddienst Meran) und Alexander Ulbricht, die den Kindergemeinderat betreuen.

Für Mobilitätsstadträtin Madeleine Rohrer bringen die autofreien Samstage eine Aufwertung des linken Passerufers: “Die Manzonistraße dient heute hauptsächlich dem Autoverkehr Richtung Stadtmitte und wird als reine Durchfahrtsstrecke gesehen. Die Aktion von Kindergemeinderat, Kaufleuten und Metamorphosis lädt zum Verweilen in einer Straße, die wunderschön gelegen und durchaus erkundenswert ist.” Nach dem 1. Juni sind für den Herbst 2019 weitere drei autofreie Samstage geplant.

Stadträtin Madeleine Rohrer (von links), Serena Sardu, Verena Theiner und Alexander Ulbricht.
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