Südtirol Umwelt

Kritik: Die Hinterlassenschaft der Schulstreiker

“Wir sind dann mal weg” oder “Hauptsache einen Tag ohne Unterricht”, so oder ähnlich muss es zahlreichen Schülerinnen und Schülern durch den Kopf gegangen sein, als sich die Demonstration vor dem Südtiroler Landtag, welche am Freitagvormittag im Sinne des Klima- und Umweltschutzes stand, wieder auflöste und die rund 3.000 Teilnehmer ihre Rückfahrt nach Hause antraten.

Was zurückblieb waren doch einige “Müllberge” an offensichtlich eiligst entsorgten Demonstrationsutensilien (Plakate, Spruchbänder, Fahnen etc.). “Kein gutes Vorbild”, meinten zahlreiche empörte Kommentarschreiber in den Sozialen Netzwerken. Und in der Tat, Nachhaltigkeit im Bereich Klima- und Umweltschutz sollte anders ausschauen.

Kritik und Fotos in den Sozialen Medien

Oliver Stilin postete auf Facebook zum Beispiel folgenden Kommentar: “‘Schulstreik fürs Klima!’ So und noch schlimmer sieht es heute bei allen öffentlichen Mülleimern in Bozen aus. Das sind die Folgen. Die Plakate wurden in den Restmüll gestopft anstatt sie wieder mit nach Hause zu nehmen und sie ordnungsgemäß im Altpapier zu entsorgen, wie man es von einem “Klimafutzi” eigentlich erwarten würde! Wichtiger war für viele wahrscheinlich der schulfreie Tag.”

Bei aller Begeisterung für Südtiroler Schülerinnen und Schüler, welche in einem demokratischen Land ihre bürgerlichen Rechte wahrnehmen, sollte in der Tat bei der Vorbereitung der eigenen Demonstration auch an das “Danach” gedacht werden, gerade wenn es um so wichtige Themen, wie den Klima- und Umweltschutz geht. Die nächste Gelegenheit gibt es bereits dazu am 15. März, wo die Initiative #fridaysforfuture bzw. #fridaysforclimate zu europaweiten Schulstreiks aufgerufen hat.

Randvolle Müllkübel mit Spruchbändern und Plakaten nach der Schülerdemo
Wilde Müllberge in Bozen nach der Klimademo von Südtirols Schülern und Schülerinnen
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4 Antworten

    1. Dann sollen sie ihren Müll gefälligst mit nach Hause nehmen.

    2. Lieber Jürgen,
      Du hast vollkommen recht! Es wurden zu wenig Mülleimer vom Veranstalter organisiert!!!
      Aber wer ist denn der Veranstalter und hat dieser nur mit der Organisation zu tun oder interessiert den-/diejenigen vielleicht auch warum diese Demos stattfinden? Umweltschutz fängt genau da an….
      Und es ist nicht zu viel verlangt, dass man seinen Müll wieder mit nimmt, wenn man ihn nicht fachgerecht entsorgen kann!
      Karneval ist natürlich ein treffendes Beispiel und so sollten doch die, die sich für die Umwelt einsetzen mit einem guten Beispiel voran gehen, oder?

      Das KLIMA betrifft uns alle! Bildung allerdings auch

    3. Jürgen Frankenberger
      Wieso zuwenig?? Die demonstrierten doch gegen die Klimaveränderung!! Da bräuchte man gar keine Müllcontainer (müssen extra mit Umwelt und Klima schädlichen Fahrzeugen hergebracht werden), denn WENN die so penetrant für das Klima demonstrieren, wäre es ein Leichtes den eigenen Unrat/Müll komplett selbst sach- und fachgerecht zu entsorgen.
      Finde den Fehler.

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