Politik Südtirol

Nordtiroler Verkehrspolitik: “Dem Beispiel folgen”

Auch die Grünen Landtagsabgeordneten melden sich zu den Fahrverboten auf Ausweichsrouten im benachbarten Nordtirol zu Wort. Sie sagen: Landesrat Alfreider und der bayerische Ministerpräsident Söder kritisieren die konsequente Verkehrspolitik der Nordtiroler Landesregierung ohne aber konkrete Lösungsvorschläge für die zurzeit unerträgliche Verkehrssituation auf der Brennerroute anzubieten. Und sie unterstreichen: “Wir Grünen unterstützen die Verkehrspolitik der Nordtiroler.”

“Die Nordtiroler Landesregierung hat ein Fahrverbot für Schleichwege erlassen, damit die Bewohnerinnen und Bewohner der Dörfer im Wipp- und Inntal nicht vom Ausweichverkehr überrollt werden. Sobald die Brennerautobahn die Verkehrslawine nicht mehr schlucken kann, weichen die Autofahrer auf die Nebenstraßen aus und verstopfen auch noch die Dörfer”, so Hanspeter Staffler, Brigitte Foppa und Riccardo Dello Sbarba einleitend in ihrer Aussendung.

“Anstatt der konsequenten Nordtiroler Politik Respekt zu zollen, nörgeln Landesrat Daniel Alfreider und Ministerpräsident Markus Söder daran herum. Beide haben aber momentan bezüglich Verkehrspolitik nichts als heiße Luft zu bieten. Sie betonen zwar, dass man koordiniert vorgehen müsse, aber diese Floskel hören wir bereits seit 40 Jahren”, so die Grünen Abgeordneten im Südtiroler Landtag.

“So lange die Regierungen aus Südtirol und Bayern keinen Plan haben, wie das drastische Verkehrsproblem auf der Brennerachse heute und jetzt vermindert werden kann, so lange ist Vorsicht geboten, wenn es um Kritik am nördlichen beziehungsweise südlichen Nachbarn geht. Die Nordtiroler Landesregierung nimmt ihre Verantwortung wahr und setzt Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Diesem Beispiel sollte Südtirol folgen, denn Vorschläge und Lösungsansätze sind schon da, nun gilt es, sie umzusetzen”, so Staffler, Foppa und Dello Sbarba abschließend in ihrer Aussendung zu den am Wochenende erstmals in Kraft getretenen Fahrverboten in Nordtirol.

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