Bozen Politik

STF Bozen gegen Diesel-Fahrverbot

Peter Brachetti von der Süd-Tiroler Freiheit Bozen findet klare Worte für das was in Bozen seit dem 01.01.2020 Realität ist. Beeinflusst von “grünen Utopisten” hätte Bozen mehrheitlich für Fahrverbote gestimmt und damit einen Weg zur “kalten Enteignung der Bürger” zementiert, so Brachetti in einer Aussendung, der in diesem Zusammenhang auch die berechtigte Frage stellt, ob es umweltpolitisch korrekt sei, die Bürger zu verpflichten, ein funktionierendes Fahrzeug gegen ein neues einzutauschen.

Tatsache ist, seit dem Neujahrstag dürfen an Wochentagen auch Betriebsfahrzeuge bis zur Schadstoffklasse Euro 3 für Diesel und Euro 1 für Benziner in Bozen zu festgelegten Zeiten nicht mehr zirkulieren. Damit kommen auch Handwerksbetriebe zum Handkuss. “Wirtschaftlich und umweltpolitisch ein kompletter Nonsens”, kommentiert Peter Brachetti, Sprecher der Süd-Tiroler Freiheit im Bezirk Bozen Stadt und Land, diese Maßnahme.

Brachetti spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Verlagerung und nicht von einer Lösung der Problematik. Man wisse schließlich, so Brachetti, dass jene Fahrzeuge, die in Bozen nicht mehr fahren dürfen, nach Osteuropa oder Afrika verscherbelt werden und somit die globale Umweltbilanz nicht von der Verbotsmaßnahme profitieren werde. “Im Gegenteil, Neuanschaffungen und erhöhte Produktionsleistungen würden einen wesentlichen Beitrag leisten, die Umweltbelastung zu forcieren”, schlussfolgert Peter Brachetti.

Barchetti kritistiert scharf die Bozner Stadtregierung. “‘Unser Ziel ist aber die Werte in Bozen zu stabilisieren’, höre ich die Herren am Bozner Rathausplatz philosophieren – ‘was können wir dafür, wenn diese Dreckschleudern in anderen Ländern zirkulieren dürfen?’ Diese schizophrene Denke ist es, der Pendler, Unternehmer und Touristen zu Opfer fallen – die die Bevölkerung leiden lässt und gar einige vor kaum stemmbare wirtschaftliche Herausforderungen stellt. Diese Denke zeigt, wie abgehoben das politische Establishment ist und was Otto-Normalverbraucher zählt”, führt der Sprecher der Süd-Tiroler Freiheit Bozen Stadt/Land weiter aus.

Und Brachetti bezweifelt insbesondere stark, dass diese den Bürgern aufoktroyierte Schikane die Werte Bozens verbessern wird. Er sagt abschließend: “Die Gräben zwischen unvernünftiger Politik und Zivilbevölkerung wird sie aber sicher vertiefen.” (ts)

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