Lokal Meran

Tschomper: Durchführungsplan genehmigt

Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Durchführungsplan für die Wohnbauzone in der Obermaiser Vergilstraße genehmigt. Der sieben Seiten umfassende Beschluss erklärt auch, warum die Einwände einiger Nachbarn nicht berücksichtigt werden konnten.

Die Vorgeschichte: Die Tschomperwiese war noch kurz vor Ende der Amtsperiode von Bürgermeister Günther Januth von privatem Grün in eine Wohnbauzone umgewidmet worden. Auf dem rund 5900 Quadratmeter großen Grundstück sollen in vier Gebäuden 30 Wohnungen für den Mittelstand entstehen. Die Stadtverwaltung unter Paul Rösch hatte als Folge dieser Entscheidung im Herbst 2016 den Durchführungsplan verabschiedet. Dieser regelt, wie die für eine Fläche bestimmte Kubatur verteilt wird, legt also die Höhe und Breite der Gebäude ebenso fest wie die Anordnung der Grünflächen, der Autoabstellplätze und des Kinderspielplatzes. Allerdings hatten Nachbarn gegen die Ausweisung der Wohnbauzone Rekurs beim Verwaltungsgericht in Bozen eingereicht, der 2018 teilweise angenommen wurde. Während die Änderung des Bauleitplans als Voraussetzung für alle weiteren Maßnahmen im Wesentlichen bestätigt wurde, wurde der Durchführungsplan vom Gericht annulliert.
Die Besitzer des Baulandes haben der Gemeinde daraufhin einen überarbeiteten Durchführungsplan vorgelegt, der von der Stadtregierung im März angenommen und veröffentlicht worden war (www.gemeinde.meran.bz.it/de/Wohnbauzone_Tschomper_Durchfuehrungsplan_angenommen). Die wesentlichen urbanistischen Parameter bleiben dieselben, d.h. es sollen vier Gebäude mit jeweils drei Stockwerken und einer maximalen Höhe von 10,5 Metern errichtet werden. Unverändert bleibt auch die Kubatur, die nach wie vor 10.500 Kubikmeter umfasst.

“Zu dem vom Stadtrat angenommenen Durchführungsplan hatten einige Bürger/innen zwei Bemerkungen mit verschiedenen Einwänden eingereicht. Diese wurden im Detail überprüft und schließlich vom Stadtrat abgelehnt, weil sie auf grundlegenden Missverständnissen basieren oder nicht dieses Verfahren betreffen”, erklärt Nicola de Bertoldi vom Amt für Stadtplanung. So wurde zum Beispiel angemerkt, dass aufgrund der zusätzlichen Wohnungen das Verkehrsaufkommen in der Vergilstraße zunehmen werde. Allerdings regelt der Durchführungsplan nur die Anordnung und Größe der Gebäude, nicht aber die Tatsache, dass die Tschomperwiese verbaut werden kann.

“Der geltende Bauleitplan weist die Tschomperwiese als Wohnbauzone aus. Die Stadtverwaltung hat nun alle Maßnahmen in ihrer Zuständigkeit umgesetzt, um diese urbanistische Zweckbestimmung zu ermöglichen”, betont Stadträtin Madeleine Rohrer.
Mit der Genehmigung des neuen Durchführungsplans für die Erweiterungszone Tschomperwiese können nun zwei Wohnbaugenossenschaften um die Ausstellung der für die Errichtung ihrer Gebäude notwendigen Baukonzessionen ansuchen. Noch ausständig ist allerdings das Urteil des Staatsrats, vor dem einige Nachbarn das Urteil des Verwaltungsgerichts von 2018 angefochten haben.

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