Politik Südtirol

Verbot für ausländische Autos: “Italien zockt Bürger ab”

“Das italienische Dekret, welches Bürgern mit einem Wohnsitz in Italien verbietet mit einem ausländischen Auto zu fahren, wird zu einem immer größeren Problem und gefährdet inzwischen schon die wirtschaftliche Existenz unschuldiger Bürger”, so der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit in einer Medienaussendung. Und: “Das Verbot ausländischer Autos wird immer verrückter.”

Knoll kritisiert in seiner Aussendung insbesondere, dass es dem Staat nicht genug damit sei, dass hohe Strafen verhängt würden und in manchen Fällen sogar das Auto beschlagnahmt worden sei, sondern der Staat nun auch noch für die Umschreibung eine Öko-Steuer verlangen würde (siehe Bild unten), die bis zu einigen Tausend Euro ausmachen könne. Wie Knoll wissen lässt, bezeichnet die Süd-Tiroler Freiheit dieses Vorgehen Italiens als unverschämte Abzocke.

“Grenzpendler und Menschen mit grenzüberschreitenden Lebensbeziehung haben gar keine andere Möglichkeit, als ihre Autos im Ausland anzumelden. Von diesen Bürgern zu verlangen, gegen die Gesetze der Länder zu verstoßen, in denen sie leben und arbeiten, nur um das Auto in Italien anzumelden, ist bereits eine Zumutung, für diese Umschreibung aber auch noch eine zusätzliche Öko-Steuer zu verlangen, ist reine Abzocke. Die Autos wurden in den jeweiligen Ländern bereits ordnungsgemäß versteuert weshalb die Bürger nun doppelt zur Kasse gebeten werden”, so der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit Sven Knoll.

“Offenkundig hat Italien auch nicht darüber nachgedacht, was geschieht, wenn die Bürger mit den umgeschriebenen Autos wieder ins ‘Ausland’ fahren, denn spätestens dort erwarten die Bürger die nächsten Strafen, da sie ja auch dort verpflichtet sind, die Autos in dem Staat anzumelden, in dem sie leben und arbeiten”, so Knoll weiters.

“Wie absurd und undurchführbar das italienische Gesetz ist, zeigt auch der aktuelle Fall eines Mechanikers, der das ausländische Auto eines Kunden auf einer kurzen Strecke zu Reparaturzwecken gefahren ist und bei einer Polizeikontrolle bestraft wurde. Was das mit dem ursprünglichen Sinn des Gesetzes zu tun hat, nämlich die Steuerhinterziehung zu unterbinden, weiß wohl nicht einmal die Polizei…”, meint der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit abschließend.

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