Politik Südtirol

Vollverschleierte Frauen sorgen für Unmut

Der freiheitliche Bezirk Bozen Stadt&Land kritisiert in einer Medienaussendung die Vollverschleierung von arabischen Touristen, die in den Sommermonaten immer öfter in Südtiroler Urlaubsorten anzutreffen sind. Aus Sicherheitsgründen und aus Gründen des offenen gesellschaftlichen Miteinanders gehöre das Tragen von Nikab und Burka verboten, so die Freiheitlichen. Außerdem sei der Unmut über die vollverschleierten Frauen in Urlaubsorten berechtigt.

“Immer öfter sind in den Sommermonaten, beispielsweise in St. Ulrich in Gröden, vollverschleierte Frauen auf öffentlichen Plätzen und in Gasthäusern, anzutreffen. Sehr viele Einheimische und Touristen stören sich an diesem Phänomen. Die Menschen reagieren irritiert und verängstigt. Die Vollverschleierung, aber auch das Kopftuch als politisches Symbol, wird als Ausdruck eines radikalen, fundamentalistischen Islams wahrgenommen, welcher im klaren Widerspruch zu den westlichen Werten und der Gleichstellung von Mann und Frau steht”, so Walter Frick, Bezirksobmann der Freiheitlichen Bozen Stadt und Land.

“Diese Gleichberechtigung ist ein wesentlicher Grundsatz unserer freiheitlich-demokratischen Wertevorstellung und sollte auch gegenüber zahlungskräftigen Touristen nicht aufgeweicht werden. Zurecht ist es in Italien zum Schutz der öffentlichen Ordnung seit 1975 verboten, sich mit verschleiertem Gesicht sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Diese Regelung wird anscheinend weder kontrolliert noch sanktioniert”, so Walter Frick weiters in seiner Aussendung.

“Wir sollten uns am von arabischen Gästen eifrig besuchten Urlaubsort Zell am See in Salzburg ein Beispiel nehmen. Dort prägten mit Burkas und Niqabs verschleierte Frauen jahrelang das Ortsbild. Seitdem die österreichische Bundesregierung Ende 2017 das Verschleierungsverbot einführte, werden Verstöße dagegen mit hohen Geldstrafen geahndet. Seitdem hat sich die Situation vor Ort entscheidend gebessert”, so der freiheitliche Bezirksobmann Walter Frick abschließend.

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